Interview mit dem Kanzleiinhaber

Guten Tag Herr Hindelang, von der Dachterrasse ihres Büros haben Sie einen tollen Blick über Karlsruhe

Ja, wir sind glücklich, dass wir solch angenehme Büroräume haben, sogar mit Rundblick über die Stadt. Die Mittagspause nutzen wir gerne dazu draußen zu sitzen und genießen dabei den Blick auf den Schwarzwald.

Sie sind ja ein gebürtiger Pfälzer, leben aber schon seit vielen Jahren in Karlsruhe. Was war der Grund für Ihren Umzug nach Baden?

Der Grund, dass mein Lebensmittelpunkt nun Karlsruhe ist, ist meine Frau. Sie lebt schon seit längerem in Karlsruhe und der Liebe wegen bin ich umgezogen. Wir fühlen uns in Karlsruhe sehr wohl. Die Stadt hat eine angenehme Größe und liegt eingebettet zwischen dem Schwarzwald und dem Rhein in einer wundervollen Landschaft.

An welchen Orten haben Sie vorher gewohnt?

Während meiner Angestelltentätigkeit habe ich in Frankfurt und Stuttgart gewohnt. Studiert habe ich unter anderem in München und Edinburgh. Jeder Ort hatte seinen Reiz. Ein besonderes Highlight war sicherlich mein einjähriger Studienaufenthalt in Schottland. Die Auslandserfahrung mich sehr geprägt. Ich habe eine neue Kultur und viele interessante Menschen kennenlernen dürfen. Meinen Eltern bin ich sehr dankbar, dass sie mir dieses Studium ermöglicht haben.

Wie sind Sie darauf gekommen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zu werden?

Das hat sich während des Vorstudiums ergeben. In den betriebswirtschaftlichen Vorlesungen haben mir die Inhalte zum Bilanz- und Steuerecht am meisten zugesagt. Ich habe dann Praktika bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in München und Glasgow absolviert. Dies hat mir großen Spaß gemacht, sodass ich bald die Entscheidung getroffen hatte mich im Hauptstudium entsprechend zu spezialisieren. Nach meinem Diplom habe ich dann 1994 bei einer großen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft in Frankfurt begonnen.

Würden Sie sagen, dass Sie die richtige Berufswahl getroffen haben?

Dies kann ich mit einem eindeutigen Ja beantworten. Mir macht der Beruf sehr viel Spaß. Nicht nur, dass man durch die Tätigkeit einen Einblick in das Wirtschaftsleben erhält, wie in kaum einer anderen Branche. Auch lernt man eine Vielzahl von interessanten Menschen kennen. Die ständige Fortbildung, die in unserem Beruf erforderlich ist, empfinde ich als Herausforderung. Man entwickelt sich kontinuierlich fort, fachlich als auch persönlich. Das ist gut so, denn Stillstand bedeutet Rückschritt.

Das klingt nach einer sehr breiten Berufserfahrung?

Das kann ich so bestätigen. Ich habe seit 1994 mit sehr vielen Branchen und praktisch allen Rechtsformen zu tun gehabt. Die betreuten Unternehmen reichen von der kleinen GmbH bis hin zum börsennotierten Konzern. Ich habe Industrie- und Handelsunternehmen, ebenso wie gemeinnützige Stiftungen und andere Non-Profit Organisationen beraten und geprüft. Neben meiner Beratertätigkeit in Deutschland war ich auch für Projekte in den USA und in diversen europäischen Ländern tätig.

Warum haben Sie sich auf die Beratung von Stiftungen spezialisiert?

Bereits bei meiner Tätigkeit für die KPMG in Frankfurt gehörten gemeinnützige Stiftungen zu den von mir betreuten Mandaten. Verfestigt hat sich der Beratungsschwerpunkt jedoch erst während meiner Selbstständigkeit, in die ich 2003 gestartet bin. Durch meinen Karlsruher Kooperationspartner, der Vorstandsmitglied mehrerer Stiftungen ist, habe ich eine größere Anzahl von Stiftungen als Mandant gewinnen können.

Was macht die Beratung einer Stiftung für Sie so reizvoll?

Die Gründer von Stiftungen sind interessante Persönlichkeiten. Sie bringen in der Regel große Summen ihres privaten Vermögens ein, um dieses einem gemeinnützigen Zweck zuzuführen. Die Zusammenarbeit mit diesen Personen ist für mich eine bereichernde Erfahrung. Natürlich ist auch die fachliche Seite sehr interessant. Die Rechnungslegung und Besteuerung von Stiftungen laufen nach anderen Regeln ab, als bei einem gewerblichen Unternehmen. Die Beratungstätigkeit ist meistens anspruchsvoll, was für mich einen besonderen Reiz ausmacht.

Wird die Bedeutung von Stiftungen in Zukunft zunehmen?

Davon ist auszugehen. Die Anzahl der Neugründungen hat in der Vergangenheit ständig zugenommen. Vielen Menschen ist es wichtig, nicht nur für die eigene Familie zu sorgen, sondern auch für die Allgemeinheit etwas zu tun. Mittlerweile haben viele erfolgreiche Unternehmer eine Stiftung gegründet. Das deutsche Stiftungsrecht lässt relativ große Spielräume bei der Ausgestaltung des Stiftungszwecks. So kann der Stifter genau die Förderziele verfolgen, die ihm am Herzen liegen. Und das auf Dauer, denn Stiftungen haben normalerweise eine unbegrenzte Lebensdauer. Das vom Stifter eingebrachte Kapital bleibt dauerhaft erhalten, lediglich der Erträge werden zur Verwirklichung des Stiftungszwecks eingesetzt. Der Stifter kann davon ausgehen, dass er mit seinem Engagement etwas „für die Ewigkeit“ geschaffen hat.

Was darf ein zukünftiger Mandant von Ihnen erwarten?

Besonders wichtig ist mir, dass ein persönliches Vertrauensverhältnis mit dem Mandant besteht. Vertrauen ist das Fundament jeglicher Beratung. Um dies zu erreichen ist mir eine gute und intensive Kommunikation besonders wichtig. Wenn ein Mandant mich braucht, bin ich für ihn da, das kann auch mal spät am Abend oder am Wochenende sein.

Ich berate meine Mandanten persönlich und gehe individuell auf deren Bedürfnisse ein. Dabei lege ich Wert darauf, die bestmögliche Lösung zu finden. Mein Ziel ist es, die Erwartungen meiner Mandanten nicht nur zu erfüllen, sondern wenn möglich zu übertreffen. Von einem guten Steuerberater kann der Mandant erwarten, dass er nicht mehr Steuern zahlt als nötig, dies ist eine Selbstverständlichkeit. Mein Beratungsansatz geht darüber hinaus. Ich bin für meine Mandanten auch ein kompetenter Ansprechpartner in unternehmerischen, finanziellen und persönlichen Angelegenheiten.

Wenn Sie nicht arbeiten, was machen Sie dann?

Derzeit steht unsere kleine Tochter Luisa im Mittelpunkt, wenn ich zu Hause bin. Für Sie investieren wir einen Großteil unserer Zeit.

Sie sind demnach ein viel beschäftigter Mensch?

Oh ja. Nach einem Arbeitstag, der oft länger als acht Stunden ist, wartet bereits unsere kleine Tochter auf mich. Sie ist in einem Alter, in dem sie noch viel persönliche Zuwendung braucht. Wenn der Papa nach Hause kommt, ist das immer eine große Freude sowohl für sie, als auch für mich. Da meine Frau Vollzeit arbeitet, kümmere ich mich am Abend und am Wochenende oft um die Kleine. Das macht viel Spaß, ist aber auch sehr zeitaufwändig. Unsere Freizeit verbringen wir gerne in der freien Natur oder auf dem Weingut meiner Eltern in der Pfalz. In meiner Kindheit habe ich oft in den Weinbergen meiner Eltern mitgearbeitet. Deshalb ist es für mich wichtig neben meiner Bürotätigkeit auch viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen.

Was ist ihr persönlicher Traum?

Mein persönlicher Traum ist es, irgendwann selbst eine gemeinnützige Stiftung zu gründen. Es ist ein sehr befriedigendes Gefühl für unsere Gesellschaft etwas tun zu können, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Besonders die Unterstützung von notleidenden Kindern und der Erhalt unserer Umwelt sind mir besonders wichtig. Einen bleibenden Beitrag zur Verbesserung unserer Welt zu leisten, liegt mir sehr am Herzen.

 

Herr Hindelang, wird bedanken uns für das nette Gespräch.